Eindrücke aus der A-99 auf dem Flug von Friedrichshafen EDNY nach Sitterdorf LSZV Ende April 2016.

Danke, dass Ihr uns so zahlreich besucht auf der AERO in Friedrichshafen besucht habt! Hier ist ein Videorundgang über unseren Stand.

Landung des Fieseler „Storch“ A-97 auf dem Gauligletscher verschoben

„Unverhofft kommt oft“ sowie „Sicherheit ist oberstes Gebot“. Warum denn diese Sätze in der Luftfahrt?

Als wir vor einem Jahr, am 19. November 2015, die A-97 aus dem Verkehrshaus geholt haben, um sie wieder flugfähig zu machen, war unser grosses Anliegen: Wir möchten am gleichen Tag zum 70-Jahr-Jubiläum mit diesem Flugzeug auf dem Gauligletscher landen, um auf diese Weise auf eine aviatische Grossleistung aufmerksam zu machen:

Dem selbstlosen, tapferen und mutigen Einsatz von über 80 Schweizer Bergrettern, Soldaten und nicht zuletzt zweier Piloten mit ihren „Störchen“ verdanken zwölf amerikanische Insassen eines crashgelandeten Flugzeuges ihr Leben. Eher nebenbei, aber folgerichtig hat sich aus diesem Einsatz dann das Luftrettungswesen, wie wir es heute kennen, entwickelt, zum Beispiel in der Schweiz die REGA. Man könnte also einmal mehr die Frage „Wer hat’s erfunden?“ mit einer eindeutigen Antwort bescheiden: Die Schweizer, genauer gesagt deren Luftwaffe, die damit schon in Kriegszeiten damit erfolgreich übten.

Der Wiederaufbau und die Restaurierung der A-97, die 1946 an der glorreichen Rettung mitbeteiligt war, verliefen fast verzögerungsfrei: Am ersten Novemberwochenende flog jener „Storch“ erstmals wieder – und das nach über fünfzig Jahren Dornröschenschlaf unter der Decke des Luzerner Verkehrshauses! – und hob im südpolnischen Krosno zu einem einstündigen, erfolgreichen Erprobungsflug ab.

Um mit einem Flugzeug auf einem Gletscher landen zu können, bedarf es jedoch mehr als eines sicheren Flugzeuges und einer erfahrenen Besatzung. Wir brauchen vor allen Dingen genug Schnee und fliegbares Wetter.

Das hört sich zwar banal an, ist aber alles andere als das. Die akribischen Vorbereitungen für die Gletscherlandung beinhalten auch die enge Zusammenarbeit mit dem Gebirgsdetachement des Militärflugplatzes Meiringen-Unterbach. Von dort kam schon früh in diesem Herbst der Rat: Verschiebt doch bitte Euren Jubiläumsflug auf später im Winter – es liegt derzeit einfach viel zu wenig Firnschnee auf dem Gauli!

Ironie der Geschichte: Gab es am 19. November 1946 noch Schnee im Übermass – nur einen Tag, nachdem die Amerikaner vom Gletscher ins Tal geflogen worden waren wurde das Wrack der C-53 vollständig eingeschneit – so ereilen unser Vorhaben in diesem Jahr die Folgen der Erderwärmung.

Der Gauligletscher ist der vom Klimawandel wohl am stärksten betroffene Gletscher der Alpen. Die sechs Kilometer lange Gletscherzunge hat in den letzten Jahren über 10 Prozent ihrer Länge eingebüsst. Allein im Wärmerekordwinter 2006/2007 verlor er über hundert Meter Länge. Es ist deshalb unser Anliegen, mit dem erneuten Flug auch unmissverständlich auf den Klimawandel und seine fatalen Folgen hinzuweisen.

In der Aviatik dürfen nie Zugeständnisse an die Sicherheit gemacht werden! 1946 müssen hunderte von Schutzengeln ihre Fittiche über den amerikanischen Flugzeuginsassen, aber auch über den Schweizer Rettern ausgebreitet haben. Alle Beteiligten sind nämlich lebend ins Tal zurückgekehrt, trotz Frost, Schneefall, Lawinengefahr und des Flugbetriebs auf dem Gletscher mit vielen unbekannten Gefahren.

Wir wollen deshalb die Schutzengel nicht herausfordern. Aus diesem Grund sind wir leider gezwungen, die Jubiläumslandung am 24. November zum Bedauern der Aviatikfreunde zu verschieben, aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben! Wir werden im kommenden Frühjahr die Landung auf dem Gauligletscher nachholen, sobald erneut stabile Schnee- und Wetterverhältnisse das gestatten. Über Aktuelles dazu informiert zudem stets unsere Homepage.

Am 24.11.2016 werden wir jedoch gemeinsam mit der Schweizer Luftwaffe in Meiringen eine Gedenkfeier abhalten, um zur 70. Wiederkehr des Jahrestages der wundervollen Rettung am Gauligletscher das Andenken an die Mission und vor allem an die Beteiligten hochzuhalten.

Am vergangenen Wochenende hob die A-97 im polnischen Krosno endlich zu ihrem zweiten Jungfernflug ab.

Bei bestem Wetter startete unser Storch am 4. November um 13:30 Uhr und flog – tadellos, einwandfrei und zuverlässig. Am Steuerknüppel saß Krzystof Galus vom polnischen Luftamt ULC in Warschau, begleitet von Jerzy Piekarz, einem ebenfalls erfahrenen Einflieger der Werft Aero-Kros.

Die A-97 zeigte sich bei schönem herbstlichen Flugwetter kurz über der Stadt und entflog darauf zu den ersten Ausläufern und Hügeln der dort beginnenden Niederen Karpaten. Nach einer Stunde landete das Flugzeug wohlbehalten wieder in Krosno.

Vereinspräsident Reiner  Vondruska verfolgte den Flug von der Schweiz aus und sandte abends elektronisch seine Glückwünsche: „Ich danke Euch allen – auch im Namen der Maschine – herzlich für Euren Beitrag und die Mithilfe und wünsche den Piloten schon jetzt viel Freude beim Fliegen mit diesem einzigartigen Flugzeug: es lebe die A-97!“ heißt es in seiner Email.

Die Immatrikulation SP-YRX ist eine vorläufige Zulassung und wurde vom polnischen Luftamt ULC nur für die Zeit der Testflüge vergeben. Das historische Flugzeug fliegt dann später in der Schweiz unter der neuen Kennung HB-EHJ als unsere Nr. 4 im Verein. Nach der Abnahme durch das Schweizer Luftamt BAZL wird sie in die Schweiz gebracht.

Happy Birthday, Fieseler Storch!

Heute vor 80 Jahren bist Du das erste Mal geflogen. Dein Hersteller, der Kunstflugweltmeister Gerhard Fieseler, sass selbst am Steuerknüppel. Du warst das erste Serienflugzeug mit Hochauftriebshilfen: Deine Vorflügel ersann der deutsche Luftfahrtingenieur Gustav Lachmann, in Deutschland wollte von dieser bahnbrechenden Idee, die Grenzschicht am Tragflügelende zu stabilisieren, (noch) niemand etwas wissen. Heute ist jeder Airliner damit ausgerüstet.

Dein „Vater“, Gerhard Fieseler hat einmal im Radio gesagt:

„Ich bin Flugzeugbauer. Ich habe zusammen mit meinen Konstrukteuren, Aerodynamikern und wie die Spezialisten alle sind, den Storch seinerzeit gebaut. Ich habe gesagt, wie die einzelnen Daten sein müssen, aber Konstrukteur bin ich nicht.“

Mit  Deinem stelzenartigen Fahrgestell warst Du als Beobachtungsflugzeug dazu gedacht, Fesselballons abzulösen. Die brauchten Mannschaften in Kompaniestärke, Dich konnte ein Pilot allein bedienen. Na gut, ein paar Mechaniker waren auch noch nötig.

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A156-

Die Fieseler Fi 156 „Storch“ war ein faszinierendes Flugzeug. Als es 1936 erstmals flog, war es seiner Zeit weit voraus: Ersonnen von dem deutschen ehemaligen Jagdflieger und Kunstflugweltmeister Gerhard Fieseler, verfügte der Dreisitzer mit dem filigran anmutenden hohen Fahrgestell über Hochauftriebshilfen an den Flügeln und ausreichend Leistung, um ihn nach weniger als 50 Metern abheben und mit nur 20 Metern wieder landen zu lassen.

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Luftwaffe_Meiering-SF-3

75 JAHRE MILITÄRFLUGPLATZ MEIRINGEN
17. UND 18. JUNI 2016

HIGHLIGHTS

Airshow mit Patrouille Suisse, PC-7 TEAM, Hornet Display, PC-21 Display, Helikopter-Demonstrationen, Fallschirmaufklärer

Demonstrationen von Panzern, Wachhunden, Flugunfallpikett; Interviews mit Piloten

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